365 Tage

365 Tage

Es sind jetzt genau 365 Tag her das du von mir gegangen bist, 365 Tage ohne dich. Es ist kein Tag vergangen an den ich nicht an dich dachte, an den ich dich nicht vermisste. Du warst lange in meinem Leben, hast mich durch schwere Zeiten begleitet. Meine Kindheit meine Jugend habe ich mit dir an meiner Seite verbracht. Durch dich war ich nie alleine und fühlte ich mich Stark. 

Heute geht es um Charly, ich möchte in ehren den genau heute vor 365 Tagen ging er von mir und hinterließ ein Loch in meinem Leben.
Ich weiß noch ich habe mir als Kind immer einen Hund gewünscht und am 20. März genau an meinem Geburtstag zog Charly bei uns ein. Als ich ihn das erste mal sah fing ich vor Freude das Weinen an, ich war das glücklichste Kind der Welt. Charly war der Loyalste Hund den ich mir wünschen konnte er passte immer auf mich auf, wenn ich alleine zu Hause war ließ er nicht einmal meine Verwandten das Grundstück betreten. Auch beim scherzen mit meinen Eltern passte er immer auf mich auf.
Das erste mal Radfahren mit Charly war nicht im herkömmlichen sinne das er einfach neben mir hergelaufen wäre, nein wir sind damals zusammen BMX gefahren und Charly stand mit mir auf den Stangen und ein Freund von uns fuhr das Rad. Denn warum sollte mein Hund laufen müssen? Ich musste es doch auch nicht.


Am Anfang bin ich so oft auf den Spaziergängen ohne Charly zurück gekommen, da er einfach nicht hören wollte und einen auf „Ab durch die Hecke machte“ aber am Ende habe ich ihn immer wieder gefunden oder er mich, das kann man wohl sehen wir man möchte. Auch von zuhause brach er das ein oder andere mal aus, einmal um bei einer meiner Freundinnen vor der Haustür zu stehen da er dachte ich sei bei ihr oder weil er sich alleine auf dem Feld Sonnen wollte.

Wasser oh Gott Wasser wie sehr hat er es gehasst, an Tagen an denen es Regnete ging er sogar mit uns unter dem Schirm und auch nur wenn ich selbst in einen See gegangen bin traute er sich Schwimmen, alleine funktionierte das auf keinen Fall. Die größte Freude am Wasser hatte Charly allerdings wenn er Frösche jagen konnte oder an der Donau Schiffe vorbei fuhren und dadurch Wellen ans Ufer warfen.

Die liebe zu Kindern lag Charly im Blut, jeden Morgen wollte er pünktlich aus dem Haus gelassen werden da er sich seine Streicheleinheiten von den Schulkindern abholen wollte. Auch wenn unser Nachbarskind weinte stand Charly am Zaun bereit und starte so lange über die Straße bis endlich Ruhe herrschte.

An seinem letzen Tag kam ich gerade vom Feiern nach Hause und meine Eltern sagten mir Charly geht es nicht gut sie fahren mit ihm in die Notaufnahme und ob ich nicht lieber mitkommen wolle. Aber ich war Naiv und sagte mir „Wenn ich nicht mitkomme dann muss er wieder nach Hause kommen, wieder zu mir kommen“ so blieb ich Zuhause. An schlaf war nicht zu denken und als mein Handy läutete wusste ich im inneren Bereits was kommen würde. Ein Satz und der Boden wurde mir unter den Füßen weggerissen so schnell ich konnte Organisierte ich mir eine Fahrgelegenheit in meinem Zustand konnte ich unmöglich selbst fahren, schließlich wollte ich mich doch von ihm verabschieden und Sam sollte das auch dürfen.
Der schlimmste Moment allerdings war als ich in die Tierklinik ging und er mir Schwanzwedelnd entgegen kam mit einem Blick der sagte „Da bist du ja endlich“. Ich wollte schreien und um mich schlagen wie konnte ich diesen Hund gehen lassen der mich anstrahlte und sich freute mich zu sehen? Der sich jetzt ein letztes mal freuen würde das ich da war. Im Behandlungszimmer legte sich Charly dann auf den Boden und meine Mama und ich blieben bei ihm um ihn auf seinem letzten Weg zu begleiten. Er wusste was passiert das dies ein Abschied war den auch ihm liefen Tränen aus den Augen.

 

Bester Freund,
nie vergessen,
im Herzen immer bei mir,
Ich liebe dich

RIP 29.01.2916

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